Mobilitätshub
Hochdorf

Der Mobilitätshub entsteht als zentrales Element der Entwicklung des Südiareals am Bahnhof Hochdorf. Er vereint unterschiedliche Verkehrsangebote an einem Ort und verbessert die Anbindung für Pendelnde, Reisende und Einwohnende.

Definition

Was ist ein Mobilitätshub?

Ein Mobilitätshub ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, an dem verschiedene Verkehrsmittel wie Zug, Bus, Velo, Auto, Sharing-Angebote und Fusswege miteinander vernetzt sind. Er ermöglicht den einfachen Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln und verbindet den Ort mit der umliegenden Region.

Knoten

Der Bahnhof als
Verkehrs­drehscheibe

Der Bahnhof Hochdorf ist im kantonalen Verkehrsdrehscheiben-Konzept als regionale Verkehrsdrehscheibe eingestuft. Er erfüllt bereits heute eine zentrale Funktion für Bahn- und Busverbindungen im Seetal. Diese soll im Einklang mit der kantonalen Entwicklung gestärkt werden.

Partnerschaftliche
Planung

Der Mobilitätshub Hochdorf wird in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern, dem Verkehrsverbund Luzern, der SBB, den Busbetrieben und dem Planerteam entwickelt. Er ist Teil des kommunalen öV-Konzepts sowie der Mobilitätsstrategie.

Wichtige Vorgabe für die Planung: die Trennwirkung der Bahngleise zu überwinden und mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen – eine klare Forderung der Bevölkerung im Rahmen der Mitwirkungen.

Erste Phase

Bushof Ost als erster Umsetzungsschritt

Der Mobilitätshub wird in Etappen realisiert. Das erste konkrete Teilprojekt ist der Bushof Ost, der aus der Testplanung 2023/24 hervorgegangen ist und die Umsteigeverbindungen zwischen Bus und Bahn verbessert.

Drei barrierefreie Haltekanten

Moderne, (BehiG)-gesetzeskonforme Plattformen ermöglichen sicheren und komfortablen Zugang.

Kurze Umsteigewege zur Bahn

Direkte, sichere Verbindungen zwischen Bus und Bahn sparen Zeit sorgen für Komfort für alle.

Teil des Gesamtkonzepts

Der Bushof Ost bildet das Fundament für die weitere Mobilitätshub-Entwicklung.

Meilensteine

Schrittweise
Entwicklung

Der Mobilitätshub entsteht in aufeinander abgestimmten Phasen. Jede Etappe bringt konkrete Verbesserungen für Reisende und die Region Seetal.

2022
Vorbereitung

Mobilität wird als zentrales Thema der Arealentwicklung definiert. Erste Analysen zur Rolle des Bahnhofs und zur zukünftigen Verkehrsorganisation schaffen die Grundlage für Testplanung und Mobilitätshub.

2022
2023
Testplanung

In der Testplanung für das Südiareal werden verschiedene städtebauliche und verkehrliche Varianten geprüft. Der Mobilitätshub rund um den Bahnhof Hochdorf wird als zentrales Element der Entwicklung bestätigt.

Der Bushof Ost geht aus diesem Prozess als sinnvoller erster Umsetzungsschritt hervor. Bis Ende 2023 wären hindernisfreie Bushaltestellen in der Schweiz im Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) vorgeschrieben.

2023
2024
Masterplan

Der Masterplan für das Südiareal konkretisiert die räumliche Struktur, die Mobilitätsorganisation und die etappierte Umsetzung. Der Mobilitätshub wird als langfristige Infrastruktur gesichert und in die Gesamtentwicklung eingebettet.

2024
2025
Bebauungsplan

Die verfeinerten Konzepte zum Mobilitätshub werden öffentlich vorgestellt. Die grundsätzliche Zustimmung bleibt hoch. Rückmeldungen aus der Bevölkerung fliessen in die weitere Ausarbeitung ein. Im Bebauungsplan Südi werden Flächen für den Mobilitätshub gesichert.

2025
2026
Volksabstimmung

Niederschwellige Verbesserungen der Durchwegung für Fuss- und Veloverkehr sowie vorbereitende Massnahmen im Bahnhofsumfeld werden umgesetzt. Die Gleispasserelle wird geöffnet.

Derweil treibt die Gemeinde die Planung für den Mobilitätshub und insbesondere den Bushof Ost voran. Ziel: Abstimmung über den Sonderkredit Ende September 2026.

2026
2027
Bau Bushof Ost

Der Bushof Ost mit drei hindernisfreien Haltekanten entsteht im Bereich der heutigen Park-and-Ride-Anlage. Deren Parkplätze werden aufs Südiareal verlagert.

Für die ansässigen Betriebe bleiben Kundenpark- und Anlieferungsplätze erhalten. Es entstehen zusätzliche Veloabstellplätze und gedeckte Wartebereiche.

2027
ca. 2030
Ausbau Mobilitätshub

Der Bushof West mit weiteren Haltekanten wird gebaut. Die Personenunterführung Süd wird ausgebaut und eine Mobilitätsstation mit Sharing-Angeboten sowie ein grosses öffentliches Parkhaus entsteht.

In Abstimmung mit dem Umbau des heutigen Bürogebäudes wird die bestehende Gleisüberführung hindernisfrei oder neugebaut.

ca. 2030
ca. 2040
Bau PU Mitte

Abhängig von der Realisierung des Durchgangsbahnhofs Luzern wird auch der Bahnhof Hochdorf ausgebaut.

Eine zusätzliche Personenunterführung vom Bushof Ost ins Südiareal, mit direkten Aufgängen auf verlängerte Bahnperrons werden realisiert. Die dazu nötigen Flächen sind bereits in die Planung des Bushofs Ost eingeflossen.

ca. 2040

FAQ zur Planung

Fragen und Antworten

Die Planung des Bushofs Ost basiert auf der Testplanung Südiareal sowie dem Masterplan. In den Jahren 2024 und 2025 wurde das Projekt in verschiedenen Varianten vertieft. Anliegen aus der Nachbarschaft sind im Projekt soweit möglich berücksichtigt.

Was ist ein Mobilitätshub?

Ein Mobilitätshub ist ein zentraler Ort, an dem verschiedene Verkehrsarten verknüpft werden. Er ermöglicht einfache Umstiege zwischen Zug, Bus, Velo, Zufußgehen, Auto und Sharing-Angeboten und folgt kantonalen Standards für nachhaltige Mobilität.

Hochdorf ist im kantonalen Verkehrsdrehscheiben-Konzept als regionaler Verkehrsknoten eingestuft. Eine Erweiterung verbessert zuverlässige Bus- und Bahnverbindungen, erhöht Sicherheit und Zugänglichkeit und integriert den Bahnhof besser ins Umfeld.

Die aktuellen Bushaltestellen sind für mobilitätseingeschränkte Personen nicht ohne Hilfe nutzbar und bieten weder vor Sonne noch vor Regen Schutz. Als Ankunftsort im Luzerner Zentrum soll der Bereich um den Bahnhof auch optisch aufgewertet werden.

Geplant sind gesetzeskonforme, attraktive Bushaltestellen in mehreren Etappen, grössere, überdeckte Velostationen und unterschiedliche Sharing-Angebote, welche die Abhängigkeit vom eigenen Auto reduzieren.

Kurzzeitparkierung und Lieferzugang, sichere Fuss- und Veloverbindungen sowie eine aufgewertete Umfeldgestaltung mit Grünstrukturen werden dabei mitgedacht. Ziel ist eine hindernisfreie, optimale Vernetzung verschiedener Mobilitätsformen.

Die Umsetzung erfolgt in Etappen basierend auf Machbarkeitsstudien und Vorprojekten. Temporäre Lösungen und Übergangsphasen sind Teil des Prozesses, Mobilitätsflächen sind im Bebauungsplan gesichert.

Die Gemeinde Hochdorf arbeitet eng mit dem Kanton Luzern, dem Verkehrsverbund Luzern, der SBB, Busbetrieben und Grundeigentümern zusammen. Alle Beteiligten stimmen sich regelmässig ab.

Weitere Fragen?

Kontaktieren Sie die Gemeinde Hochdorf für weitere Informationen.

Silvia Bucher
silvia.bucher@hochdorf.ch
+41 (0)41 914 17 39

Ausblick

Der Mobilitätshub
als Eckpfeiler
der Entwicklung

Der Mobilitätshub schafft die verkehrlichen Voraussetzungen für die Südiareal-Entwicklung und stärkt Hochdorf als zentralen Knotenpunkt im Seetal. Planung und Umsetzung erfolgen schrittweise und in Abstimmung mit allen Beteiligten.

Ausblick

Der Mobilitätshub schafft die Grundlagen für die nachhaltige Entwicklung des Südiareals. Hochdorf wird zum zentralen Mobilitätsknoten in der Region Seetal. Planung und Umsetzung erfolgen schrittweise und in Abstimmung mit allen Beteiligten.

Sicherung und
Vertiefung

1

Die Flächen für den Mobilitätshub werden im Bebauungsplan Südiareal langfristig gesichert. Dies garantiert, dass die Infrastruktur wie geplant entstehen kann.

2

Alle Infrastrukturanlagen und Freiräume werden in Machbarkeitsstudien und Vorprojekten weiter vertieft. Dies sichert hohe Qualität und Umsetzbarkeit.

3

Die einzelnen Etappen werden mit den Partnern abgestimmt. Temporäre Lösungen und Übergangsphasen sind Teil des Prozesses.

4

Die Planung berücksichtigt künftige Entwicklungen und Anpassungen. Der Mobilitätshub bleibt flexibel und leistungsfähig.

5

Alle Beteiligten arbeiten koordiniert an der Umsetzung. Transparenz und Dialog prägen den Prozess.