Nach Jahrzehnten der verschlossenen Tore war auf dem gesamten Gelände die Freude spürbar, das Areal erstmals betreten zu dürfen. Jung und Alt machten sich auf den Weg, um die ehemalige Milchverarbeitungsfabrik zu entdecken. In den bis zu 130 Jahre alten Gebäuden waren die kalten Wintermonate noch deutlich zu spüren, während draussen die Frühlingssonne für angenehme Temperaturen sorgte. Entsprechend gut war die Stimmung in der «Industriegasse», für die mittels Wettbewerb neue Namensideen gesucht wurden.
Begeisterung auf Rundgängen
Besonders gross war das Interesse an den begleiteten Rundgängen. Rund 170 Personen nahmen an einer Führung teil, für die man sich im Vorfeld anmelden konnte. Die vom Team Südi geführten Touren waren restlos ausgebucht. Während der rund 45-minütigen Spaziergänge erhielten die Teilnehmenden einen besonderen Einblick in die Geschichte des Areals, seine Gebäude und die geplante Entwicklung in den kommenden Jahren. «Bei diesem Projekt und seinen Mitarbeitenden ist so viel Herzblut und Authentizität spürbar», stellte eine begeisterte Besucherin nach ihrem Rundgang fest.
Zustimmung zu den Plänen
Ebenfalls auf Interesse stiess am Infostand das Thema Mobilität. Anhand von Plänen und Visualisierungen konnten sich die Besuchenden ein Bild von öV- und Parkierungslösungen machen. Sie stellten unter anderem fest, wie breit die Planung des neuen Bushofs fachlich abgestützt ist. Berücksichtigt werden dabei zahlreiche Anforderungen: attraktive Wartebereiche, Sitzgelegenheiten, hindernisfreies Einsteigen und klimagerechte Flächen ebenso wie Anlieferzonen, Parkplätze und ein reibungsloser Busbetrieb. «Das scheint mir eine gute Lösung für alle zu sein. Und es wird langsam Zeit, dass sich hier etwas verbessert», meinte ein Besucher mit Blick auf die geplanten Veränderungen rund um den Bushof und den Bahnhofsbereich.
Auch das Rahmenprogramm im Freien sorgte für Begeisterung. Die Kleinformationen Schnapsidee und Gnossbläch, das Saxophon-Quartett Sax4you sowie die Band Simple als Headliner begleiteten den Anlass musikalisch und trugen zur ausgelassenen Atmosphäre bei. Mit der Präsenz von Heliomalt wurden bei vielen Besuchenden Erinnerungen wach, während neue Nutzerinnen und Nutzer des Areals wie Padelhub und Nosyphos Spiel und Unterhaltung boten. Ein grosses Dankeschön von der Gemeinde geht an die Vereine Philharmoguuger und Bubastars, die hinter den Bars und im Nachschub grossen Einsatz zeigten.
Der Anfang der neuen Südi
Ein weiteres Detail verband Vergangenheit und Zukunft des Südiareals auf spielerische Weise: Auf Klebern im Stil des Südi-Logos waren die Gebäude grün oder rot markiert – je nachdem, ob sie (be)stehen bleiben oder zurückgebaut werden. A propos Zukunft: An der Gewerbeausstellung HOFDERE 2026 gibt es die Gelegenheit, die besten Namensideen für die eingangs erwähnte Gasse zu bewerten.
Zurück zum Stehenbleiben: Stehen- bzw. sitzengeblieben wären kurz vor 22.00 Uhr noch zahlreiche Gäste gerne, als die letzte Runde angekündigt und die Musik leiser wurde. Immerhin konnten sie sich auf den Heimweg machen im Wissen, dass dieser Event erst der Anfang der neuen Südi war.